I. Quantitative Selektion

Trotz erkennbarer Schwächen ist die quantitative Analyse eine wichtige Voraussetzung zur Identifizierung geeigneter Produkte für eine erfolgreiche Asset Allocation. FondsConsult wird in dieser Stufe vom Lehrstuhl für Finanzcontrolling der Universität Passau unterstützt.

Grundvoraussetzung für aussagekräftige quantitative Analysen ist eine vorherige Segmentierung der Fonds in die passende Vergleichsgruppe (Peer Group). Grundlage hierfür sind Datenbanken von verbundenen Unternehmen (Finanzen Advisor Services) und von Drittanbietern (z.B. Lipper for Investment Management). Bei der Bildung der Peer Groups ist darauf zu achten, dass die Beurteilung der Fonds nicht durch ein unterschiedliches Anlageuniversum der Produkte beeinflusst wird. 


Abb. 2: Grobsegmentierung des Anlageuniversums

Folgende Merkmale zeichnen die quantitative Fondsselektion der FondsConsult Research AG aus:

  • Sicherstellung der Nutzung einer breiten Basis erfasster Fonds durch die Verwendung eines großen Fondsuniversums.
  • Ranking der Fonds anhand der erzielten Rendite und des eingegangenen Fondsrisikos.
  • Berücksichtigung des Risikomanagements der Fonds, d.h. das Ranking berücksichtigt neben der Performance auch das absolute Fondsrisiko.
  • Verwendung der Appraisal-Ratio als Maß der standardisierten Outperformance der Fonds.
  • Dabei Berücksichtigung des systematischen Fondsrisikos zur partiellen Erklärung der Outperformance und des unsystematischen Fondsrisikos zur Standardisierung der Outperformance.
  • Scoring-Ansatz zur Bestimmung des FondsConsult-Gesamtrankings ermöglicht die Berücksichtigung individueller Präferenzen bei der Fondsauswahl.
  • Ermöglichung des „Herausfilterns“ interessanter Fondskandidaten für einzelne Assetklassen.


Die Auswahl der quantitativen Analyseverfahren ist auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der institutionellen und privaten Anleger abzustimmen. Je nach Vorgabe des Kunden können die selektierten Produkte als Zielfonds in einem Dachfonds (relative Performance ) oder als Baustein eines sinnvoll strukturierten Depots von Privatanlegern (absolute Performance) eingesetzt werden. Gegebenenfalls wird deshalb mittels weitergehender quantitativer Auswertungen, die auf Kennzahlen wie Korrelation, Beta  oder Tracking Error basieren, flexibel auf besondere Anforderungen von Vermögensverwaltern oder Dachfondsmanagern eingegangen. 


II. Qualitative Selektion


In dieser Stufe findet die eigentliche Due Diligence statt. Ausgehend von den quantitativ vorselektierten Fonds wird im Rahmen der Analyse von Fragebögen (RFP) und nach Auswertung eines Interviews mit dem Fondsmanager die finale Selektion eines Fonds vorgenommen. Gespräche mit dem Fondsmanagement sind eine wesentliche Voraussetzung sowohl für  die Erstselektion als auch für nachfolgende Updates. Pro Jahr finden ca. 500 Kontakte mit Fondsgesellschaften und Asset Managern statt (Präsentationen, Vor-Ort-Gespräche, Telefonkontakte etc.). Für alle Kontakte werden Gesprächsnotizen mit Einschätzungen erstellt.


Abb. 3:  Ablauf der qualitativen Due Diligence

Ein entscheidendes Kriterium bei der Fondsselektion ist die Prüfung auf Plausibilität. Ist die historische Performance mit den angegebenen Instrumenten replizierbar? Durch welche strategischen und taktischen Entscheidungen wurde die Performance erzielt? Ist eine unabhängige Kontrolle der Depotbestände gewährleistet? Besonderes Augenmerk verdient auch die Analyse des Portfolios. Spiegeln Kennzahlen wie das KGV, das Gewinnwachstum oder der Verschuldungsgrad den vom Fondsmanagement vermittelten Investmentansatz wieder? Wie wird der Style hausintern definiert? Besteht die Gefahr, dass sich infolge eines zu hohen Fondsvolumens der Charakter des Portfolios verändert, da sich nunmehr das investierbare Universum verkleinert? Nicht zuletzt das Risikomanagement: Gibt es ein unabhängiges Risikocontrolling bzw. eine externe Einheit, die die Risikoparameter überwachen?

Produkte, die den Selektionsprozess erfolgreich durchlaufen haben, erhalten die Ersteinschätzung „Buy“. Ziel ist es, dem  Anleger innerhalb einer Assetklasse eine klare Handlungsempfehlung für die Fondsallokation zu geben.
 

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