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18.03.2019 10:14 Uhr

FR Weekly: Fed vor Zins-Sitzung, Goldpreis unter 1.300$ und Öl erholt sich langsam – Die wichtigsten Nachrichten für die Woche von der Redaktion von FundResearch.

Bankenfusion rückt in Reichweite

Die lange herbei geredete Fusion zwischen Deutscher und Commerzbank rückt in greifbare Nähe: In einer Ad-Hoc-Mitteilung verlautbart Deutschlands größtes privates Bankhaus, man “prüfe strategische Optionen”. Sollte der Deal zustande kommen, würde wohl schnell beim Personal das Skalpell gezückt: Rund 30.000 Arbeitsplätze könnten überflüssig werden, fürchtet Verdi. Die Aktien der Commerzbank gewinnen im frühen Handel rund sechs Prozent, die DeuBa legt fast vier Prozent zu.

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DAX startet lustlos in die Woche

Abgesehn vom Trubel um Deutsche und Commerzbank ist wenig Schwung im DAX. Thyssenkrupp (+ 3,0 %), Wirecard (+ 2,2 %) und Covestro (+0,7 %) führen die Gewinnerliste an, Adidas, Lufthansa und Infineon mit Abschlägen von jeweils knapp einem Prozent halten die rote Laterne im Index.

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Wird sie – oder wird sie nicht?

Am Dienstag setzt sich der Offenmarktausschuss der US-Notenbank zusammen, um über die Zinsen zu beraten. Die Erwartungen der Marktteilnehmer lauten weiterhin: Eine Zinserhöhung, aber erst später im Jahr. Doch ein weiterer Tagungspunkt erregt das Interesse der Märkte: Was macht die Fed mit ihrem Vier-Billionen-Dollar Portfolio an Schuldverschreibungen, die seit der Finanzkrise im Rahmen des Quantitative Easing zusammengekauft wurden? Beziehungsweise: Wie schnell wird die Fed die Papiere wieder auf den Markt bringen? Antworten gibt es am Mittwoch.

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Euro verlässt das Tal

Der Preis der Gemeinschaftswährung ist seit dem Jahrestief von vergangener Woche bei 1,12 US$ wieder gestiegen und kostet am Montagmorgen 1,1335 US$. Der Stoxx Europe 600 hat die Kursverluste aus dem letzten Quartal 2018 fast wieder wettgemacht und die Aussichten auf weiter niedrige Zinsen in der Eurozone sorgen für ein freundliches Aktienklima.

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Ölpreis Brent in US$
Ölpreis Brent in US$

Öl erholt sich langsam

Auch wenn es langsam bergauf geht, von den Niveaus Ende 2018 sind die Ölpreise noch weit entfernt. Von Ende September bis Jahresende hatte WTI mehr als 40 Prozent auf 42 US$ pro Barrel verloren, die europäische Sorte Brent verbilligte sich auf 50 US$ je Fass. Nun haben sich die Preise wieder berappelt, WTI kostet 58 und Brent 67 US$ pro Barrel. Doch das Potenzial nach oben ist beschränkt: Die USA weiten ihre Produktion weiter aus und sind schon jetzt größter Produzent der Welt. Und die Produktionsausfälle in Venezuela bewegen sich auf eben jene Größe zu, die die OPEC sowieso aus dem Markt nehmen wollte (1,3 Mio MBd), um die Preise zu stabilisieren. Praktisch, denn nun muss keiner seine Förderung kürzen. Bis Venezuela wieder liefern kann, werden Monate, wenn nicht Jahre vergehen.

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Goldpreis kann 1.300 $ nicht halten

Der Goldpreis kann die 1.300 US$-Marke nicht verteidigen. Morgen trifft sich die US-Notenbank, um über die Zinsen zu beraten (s.o). Händler erwarten, dass die Fed sich angesichts der trüben Wirtschaftsaussichten vorsichtig verhält und nicht an den Zinsen dreht. Das würde den Dollar stärken und damit auch das Gold verteuern. Diese Marge wird soeben aus dem Preis genommen: Der Spotpreis an der Comex sinkt um 0,2 Prozent auf 1.299 US$ pro Unze.

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