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24.09.2018 10:48 Uhr

FundResearch Weekly update: Börsen schwächeln angesichts des Handelsstreits – Ölpreise ziehen kräftig an – die Fed entscheidet über die Zinsen – Randgold kauft Barrick und weitere Börsennews vom Montag.

DAX eröffnet schwächer

Während die US-Börsen von Rekord zu Rekord eilen, kann der DAX den Schwung der vergangenen Woche nicht nutzen: Am Montag verliert der Aktienindex zur Eröffnung 0,4 Prozent auf 12.383 Punkte. Neue Strafzölle zwischen den USA und China treten heute in Kraft und lassen die Anleger vorsichtiger agieren. Die chinesische Regierung hat offensichtlich die geplanten Gespräche zur Beilegung des Handelstreits abgesagt.

Unter den Gewinnern sind am Morgen Wirecard (+0,9%) und die Deutsche Börse AG (+0,5%), während Beiersdorf und Allianz jeweils ein halbes Prozent abgeben.

Abwärts geht es für die Aktie von Gerry Weber: Das Papier stürzt am Morgen um 20 Prozent auf 3,30 Euro ab – der zweitgrößte Tagesverlust in der Firmengeschichte.

Nachdem am Wochenende die Übernahme von Sky durch Comcast für 39 Milliarden US$ unter Dach und Fach gebracht wurde, zieht der Kurs des Pay-TV-Dienstes am Montag um knapp neun Prozent an.

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Ist Cannabis das neue Bitcoin?

Preissprünge, die wir sonst nur von den Kryptowährungen kennen, gibt es derzeit am Cannabis-Markt zu sehen: Die Aktie von Tilray sank am Freitag um 30 Prozent – nachdem sie über die Woche fast 100 Prozent gewonnen hatte. Trotzdem konnten Aktionäre, die beim IPO des US-Herstellers von Cannabis-Produkten im Juli dabei waren, seither ihr Kapital fast verzehnfachen. Ähnlich rasant geht es auch bei Aurora Cannabis zu: Hier hat sich der Kurs seit Mitte August verdoppelt – nachdem er vorher seit Jahresanfang auf ein Drittel abgesunken war.  

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Fed entscheidet über Funds Rate

Am Dienstag trifft man sich bei der Federal Reserve, um über die Zinsen zu entscheiden. Es wird davon ausgegangen, dass Fed-Chef Jerome Powell die neue Bandbreite von 2,0 bis 2,25 Prozent bekannt gibt. Damit würde der Target-Zins für die Federal Funds Rate bei 2,13 Prozent liegen – dem höchsten Stand seit April 2008. Außerdem wird Powell am Dienstag voraussichtlich einen Kommentar zu den Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2021 abgeben, vermutet Myles Udland von Yahoo Finance.

Der Euro kostet am Morgen 1,17 US$ und setzt seinen Aufwärtstrend seit dem Jahrestiefstand von Mitte August (1,13 US$) weiter fort.

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Randgold kauft Barrick

Die in Jersey ansässige Randgold Resources Ltd übernimmt für rund 18 Milliarden US$ den kanadischen Goldschürfer Barrick Gold.  Mit rund 18 Prozent ist BlackRock der größte Anteilseigner von Randgold. Nach dem Merger werden zwei Drittel der Anteile bei den Barrick-Aktionären liegen, der Rest geht an die Eigner von Randgold.

Der Goldpreis nähert sich indes wieder seinem Jahrestiefstand vom August und eröffnet am Morgen mit einem halben Dollar Abschlag bei 1.200 US$ die Unze.  

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Öl zieht an

Der Preis für ein Fass Erdöl hat am Montagmorgen scharf angezogen: Sowohl die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) als auch das europäische Brent legen um fast 1,8 Prozent zu. WTI notiert nun bei 72 US$, Brent kostet 79 US$. In den vergangenen Wochen hat sich der Preisabstand zwischen den beiden Sorten weiter auf jetzt rund zehn Prozent vergrößert.

Je nachdem, wie hoch die Begeisterung für das im November beginnende US-Embargo gegen den Iran ausfällt, könnte der Ölpreis dann einen weiteren Sprung machen; die US-Investmentbank JP Morgan rechnet mit Preisspitzen bis 90 US$ pro Barrel.


Ölpreis
Ölpreis
Ölpreis

Quelle: Bloomberg

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Kryptowährungen eröffnen schwächer

Auch wenn es scheint, als hätten Bitcoin, Ether und Co. das Tal des Jammers wieder verlassen – die Vorzeichen am Montag sind erstmal rot. Die am stärksten kapitalisierten Währungen verlieren am Morgen zwischen 5,5 (Monero) und 0,7 Prozent (Bitcoin). Am Freitag hatte der Preis von Ripple um fast 75 Prozent angezogen. Nun scheinen Investoren Gewinne mitzunehmen.

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