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22.06.2018 15:20 Uhr

Die Top-25 Asset Manager steigern dank neuer Technologien und guter Marktstimmung sowohl AUM als auch Erträge und Profit. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis sinkt auf ein Zehn-Jahres-Tief.

Die nach Assets under Management größten Privatbanken der Welt konnten im abgelaufenen Jahr große Kapitalzuflüsse verzeichnen. Im Durchschnitt steigerten die Vermögensverwaltungen die AUM um 17%. Zusammen verwalten die Top-25 nun rund 14 Bio. Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Auswertung „Global Private Banking Benchmark“ der Londoner Unternehmensberatung Scorpio Partnership.

Besonders starkes Wachstum verzeichneten die Vermögensverwaltungen im asiatischen Raum. Hier wuchs das AUM im Vergleich zum Vorjahr um 15,2%. Auf den amerikanischen Kontinenten erzielten die Banken 13,8% Plus. In Europa fiel das Geschäft mit 7,5% dagegen weniger stark aus.

„Das Marktumfeld waren ausgesprochen positiv in den letzten zwölf Monaten“ kommentiert Caroline Burkhart, Director von Scorpio Partnership, die Entwicklung. Das zeige einerseits das mit drei Prozent höher als im letzten Jahr (2016: 2,4%) ausgefallene Weltwirtschaftswachstum. Zudem lasse es sich an der Entwicklung des FTSE All-World Index ablesen, der im abgelaufenen Jahr gut 22% kletterte. Allerdings hätten auch die Asset Manager ihren Anteil am Erfolg. „Sie haben die Initiative ergriffen und sich neue Erlösquellen erschlossen“, so Burkhart. Zudem seien viele Anleger in Investitionslaune, eine natürliche Folge der guten Marktlage.

Die Bank of China, die im vergangenen Jahr erstmals in die Top-Platzierungen rutschte, sticht auch im abgelaufenen Jahr unter den Finanzinstituten heraus. Sie verzeichnen als einzige Bank in zwei Jahren hinter einander ein zweistelliges Wachstum. Auf dem ersten Platz rangiert nach wie vor die UBS mit AUM von 2,07 Bio. Euro. Dahinter folgt nun die US Bank Morgan Stanley. Sie verzeichnen Zuwächse in Höhe von 14,1% und verwalten nun gut 1,95 Bio. Euro. Der Vorjahreszweite Bank of America belegt mit 1,9 Bio. Euro den dritten Platz. Bestes deutsches Unternehmen ist die Deutsche Bank auf dem 17. Platz. Sie verliert ein knappes Prozent an Assets.

Trotz aller Querelen: Deutsche Bank behauptet ihren Platz im Top-Ranking

Ranking der Top Asset Manager
Ranking der Top Asset Manager

Quelle: Scorpio Partnership Global Private Banking Benchmark 2018. Alle gerundet Ergebnisse.

Auf der Kostenseite mussten die Vermögensverwalter dagegen einen Zuwachs um 8,1% im Laufe des Jahres hinnehmen. Als Grund dafür nannte Scorpio Investitionen in neue Technologien zur Verbesserung der Firmen-Infrastruktur. Demgegenüber konnten die Erträge um fast 14% gesteigert werden. Die Aufwand-Ertrags-Ratio sank auf 70%.

Kosten legen um acht Prozentpunkte zu

Kosten legen zu
Kosten legen zu

Quelle: Scorpio Partnership Global Private Banking Benchmark 2018

im Ergebnis verzeichneten die Banken einen deutlichen Gewinnsprung. „2017 war das zweite Jahr einer großen Neuausrichtung. Viele Unternehmen haben ihr Exposure in bestehenden Märkten ausgeweitet und Assets in nennenswertem Umfang in Nicht-Kernmärkte investiert“, erklärt Caroline Burkart. Die Kostensenkung habe Branchen übergreifend funktioniert, dennoch hätten viele Gespräche mit mittleren und kleineren Vermögensverwaltern gezeigt, dass eine ausgeglichene Bilanz für viele Asset Manager auch zukünftig keine Selbstverständlichkeit sei, so Burkhart.


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